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Unser Fokus liegt eher auf den Menschen, die unter dem Klimawandel leiden

Die Sozialdemokratie steckt europaweit in der Krise. Auch in Luxemburg musste die LSAP in den vergangenen Jahren eine Wahlschlappe nach der anderen hinnehmen. Im Interview sprechen Georges Sold (27) und Amir Vesali (23), Präsident und Generalsekretär der Jugendorganisation „Jonk Sozialiste Lëtzebuerg“ (JSL), über das Nachwuchsproblem ihrer Mutterpartei und erklären, weshalb die Grünen „eigentlich alles richtig machen“, sie sich trotzdem bei den Sozialdemokraten engagieren und sich gerade deshalb mehr Unterstützung von der Parteileitung wünschen.

 

Tageblatt: In einer Pressemitteilung hat die JSL vergangene Woche gefordert, dass die Regierung ein Referendum in Erwägung ziehen sollte, in dem den Bürgern die Wahl gelassen wird, ob sie Teil einer konstitutionellen Monarchie bleiben oder sich einer demokratischen Republik öffnen wollen. Wie kam es zu dieser Entscheidung?

Amir Vesali: Nach der Analyse des Waringo-Berichts haben wir entschieden, dass es in unserer heutigen modernen Gesellschaft durchaus angebracht ist, die Bürger um ihre Meinung zu fragen. Wir wissen, dass viele Menschen sich noch zur Monarchie bekennen, doch das ändert nichts daran, dass die Frage nach Monarchie oder Republik berechtigt ist. Wir wollten damit nicht um jeden Preis die Republik durchsetzen, sondern der Bevölkerung den Puls fühlen.

Georges Sold: Es war von Beginn an abzusehen, dass die Monarchie mit Samthandschuhen angefasst werden würde. Kurz nach Veröffentlichung des Waringo-Berichts war der richtige Moment, um solch einen Vorstoß zu wagen.

Die Mutterpartei scheint sich uneins zu sein, was sie von dieser Forderung halten soll. War die Mitteilung mit der Parteileitung abgesprochen?

G.S.: Nein, wir sind eine unabhängige Unterorganisation der LSAP und äußern unsere freie Meinung. Wir halten nur selten Rücksprache mit der Partei.

Hat die Parteileitung Sie wegen dieses Vorstoßes kritisiert?

G.S.: Überhaupt nicht. Es liegt aber wohl daran, dass viele Sozialisten keine großen Monarchisten sind.

A.V.: Einige hatten sich wohl von unserer Mitteilung distanziert und darauf hingewiesen, dass das nicht im Koalitionsabkommen steht. Wir wollten aber lediglich eine Prinzipienfrage stellen. Ich glaube, es wäre auch nicht angebracht gewesen, wenn die LSAP sich komplett gegen unseren Vorschlag gestellt hätte.

Die LSAP bemüht sich zwar, wird ihr Altherren-Image aber nicht richtig los. Wie kommt ein junger Mensch auf die Idee, sich gerade bei der LSAP zu engagieren?

G.S.: Für mich war es eine Prinzipienfrage. Ich war schon immer Sozialist und konnte mich mit diesen Werten identifizieren. Deshalb bin ich mit 16 Jahren der LSAP beigetreten. Die Frage sollte eher lauten, wieso ich nicht aus der Partei ausgetreten bin (lacht). Ich muss gestehen, dass ich oft darüber gedacht habe, aber was wäre die Alternative gewesen? Ich hätte zu „déi Lénk“ wechseln können. Schließlich habe ich mich dann aber dazu entschieden, dabei zu helfen, die LSAP wieder aufzubauen und sie zu retten.

A.V.: Bei mir war es auch eine Prinzipienfrage. Viele junge Menschen, die politisch aktiv werden wollen, gehen heute zu den Grünen. Ich finde aber, dass eine sozialistische Partei wichtig ist und durchaus ihre Daseinsberechtigung hat. Für mich war es kein Argument, dass sie bei den Wahlen kontinuierlich an Zustimmung verloren haben. Es hat mich eher gereizt, das System von innen zu verbessern, damit wir irgendwann wieder stolz auf unsere Ergebnisse sein können.

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RECHT OP ENG AUSBILDUNGSPLATZ

FIR DAT RECHT OP ENG AUSBILDUNGSPLATZ FIR JIDEREEN

Ëmmer erëm kréien ech di lescht Deeg ze héieren, dat ee Jonke vun engem Patron säi Stage net accordéiert kritt huet oder een iwwerhaapt keng Platz fonnt huet fir ee Stage ze mann!

2012, louch de Chômage vun de Jonker bei 18.8%. Dat heescht bal 1 op 5 hat keng Platz an der Aarbechtswelt!

Dat erkläert sech engersäits doduercher dat:

  1. Jonker ëmmer méi laang scolariséiert sinn
  2. Schoulesche System den net flexibel genuch ass fir ze erlaben dat de Jonken niewent der Schoul schaffe kann, respektiv eng Beruffsausbildung kritt.
  3. De Manktem un Interaktioun tëschent de Betriber an eis Schoulen. Wat och eng Erklärung ass, firwat ganz oft Schüler/Studenten nom Studium net di néideg gefrot Kompetenze vum Patron besetzen!

An mir probéieren dat ze änneren an dems mer :

  1. Dat Recht op eng Ausbildungsplatz fir Jidereen aféieren.
  2. D’Partnerschaften tëschent d’ADEM , d’Betriber an eis Schoulen fërderen
  3. D’Betriber, déi konsequent un d’Beruffsausbildung investéieren, steierlech entlaaschten
  4. D’Jugendgarantie weiderentwéckelen an zu enger Ausbildungsgarantie ausbauen
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FIR D’FËRDERUNG VUN DER LËTZEBUERGER SPROOCH

Ech sëtze mech an fir d’Fuerderung vun der Lëtzebuerger Sprooch.

D‘Lëtzebuergescht ass net meng Mammesprooch an awer hunn ech et schonn ëmmer wichteg fonnt, dat mer ons Sprooch oprecht halen.Mat der Sprooch sollt ee Leit net Angscht maan, oder Gesellschaft auseneen dréiwen!

Ech sinn der Iwwerzeegung, dat mer mat onser Sproochepolitik um gudde Wee sinn, an awer eng Réi vun Efforte misste gemaach ginn!

 

– Wéi wier et wann mer mol d‘Offer an eise Schoule géingen méi ausbauen?
-Wéi wier et wann mer selwer ufänken Lëtzebuerger Literature oder Lëtzebuerger Musekszeene ze ënnerstëtzen?

 

Domadder wier scho villes gedoen!